Wenn die Welt plötzlich etwas düsterer und nebeliger als sonst scheint, die Kürbisse ihr breites Grinsen aufsetzen und handgroße Spinnen von den Decken hängen, kann man sich den Blick in den Kalender getrost sparen, denn es ist Halloween. Jedes Jahr am 31. Oktober feiern besonders die US-Amerikaner dieses Fest aufwendig und auch in Deutschland nimmt es einen immer größeren Stellenwert ein. Woher Halloween eigentlich kommt und wie man am geschicktesten einen Kürbis aushöhlt, erklären wir hier.
In den USA ist Halloween nach Weihnachten und Thanksgiving das am größten gefeierte Fest. Die Umsätze sind mit rund 4,75 Milliarden Dollar (3,15 Milliarden Euro) jährlich enorm, die Freude und Verkleidungslust der Kinder ebenso. Es scheint als könne sich wirklich niemand in den USA den Feierlichkeiten entziehen und pünktlich zum Oktoberende kann man auch hier Videos auf Stern.de gucken, in denen man Barack Obama samt Familie beim Gruselfest Süßes verteilen sieht oder Promis sich in den Verkleidungskünsten versuchen. Dabei ist Halloween gar keine amerikanische Erfindung, vielmehr liegen die Ursprünge der alljählichen Frage nach „Süßem oder Saurem“ nämlich in Europa, genauer gesagt in Irland.
Die Ursprünge von Halloween
Das Wort Halloween ist eigentlich eine Zusammenfassung der Worte All Hallows’ Eve und bezeichnet den Vorabend von Allerheiligen, der besonders im katholischen Glauben gefeiert wird und mit den Auswanderern im 19. Jahrhundert von Irland aus als Feierlichkeit mit in die USA gebracht wurde. Auch der Brauch Kürbisse auszuhöhlen führt nach Irland zurück, wo einer Sage nach die Seele des verdammten Hufschmieds Jack O’Latern immer in der Halloweensnacht mit einer solchen Kürbislaterne durch die Dunkelheit wandert. Dieser hatte nämlich, indem er den Teufel zweimal geschickt reingelegt hatte, die ewige Verschonung seiner Seele als Preis erlangt, jedoch nach seinem Tod feststellen müssen, dass er nun weder im Himmel noch in der Hölle Einlass erhielt. So blieb ihm nur die ewige Wanderung, die er noch immer beschreitet und als deren Symbol jährlich zig tausende Kürbisse zum Leuchten gebracht werden.
Einen Kürbis aushöhlen
Auch in Deutschland wird Halloween kulturell immer bedeutungsvoller und wer das Fest im amerikanischen Stil feiern möchte, braucht nicht nur ein gutes Kostüm, um an den Türen der Nachbarn Süßigkeiten zu erstehen, sondern auf jeden Fall auch einen Kürbis vor der eigenen Eingangstür. Wenn man ein ausreichend großes Exemplar beim Gemüsehändler gefunden und nach Hause transportiert hat, ist der schwerste Schritt bereits getan. Im Weiteren geht es ans Aushöhlen, wofür man einen großzügigen Kreis in die obere Hälfte des Kürbisses schneidet, um einen abnehmbaren Deckel zu haben und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauskratzen zu können. Beim Einschneiden sollte man darauf Acht geben, dass das Messer leicht nach innen geneigt ist, damit man den Deckel im Nachhinein problemlos wieder auf den ausgehöhlten Kürbis setzen kann. Jetzt fehlt nur noch ein wenig Kreativität, mit der man sich folgend an die Gestaltung des Gesichtes macht. Je nach Lust kann der gemüsehafte Geselle so etwas freundlicher oder gruseliger gestaltet werden.
Das Thema Kürbis haben wir auch gerade. Mit Kürbis lässt sich so viel machen!